Die Ausstellung

Auf einer Expo lassen sich Wartezeiten nicht vermeiden. Deshalb bietet der Deutsche Pavillon schon in der Warteschlange interessante Möglichkeiten: Blicke in den Föderalismus mit seinen 16 Bundesländern. Jedes einzelne stellt sich vor – auch mit Exponaten, die Spaß machen.

Während die Besucher auf den Einlass warten, werden sie „immatrikuliert“, schließlich sind wir auf einem Campus! An einem Terminal gibt man den Vornamen, das Herkunftsland und die bevorzugte Sprache an – Deutsch, Arabisch oder Englisch. Alle erhalten ein Namensschild, das sie durch den CAMPUS GERMANY begleitet und eine wichtige Rolle spielt.

In der „Einführungsveranstaltung“ in der „Welcome Hall“ wird die wissenschaftliche Grundlage des Deutschen Pavillons erklärt: Willkommen im Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen! In Dubai wollen wir zeigen, dass der Mensch nicht nur zerstörerisch auf den Planeten wirkt, sondern auch die Fähigkeit hat, die Entwicklung dank seiner Intelligenz und Kreativität wieder ins Positive zu drehen, wenn die Menschen – wie es das EXPO-Motto nahelegt – die Kräfte bündeln.

Nach der „Immatrikulation“ erwartet unsere Besucher ein riesiges Bällebad. Jeder der 155.000 Bälle erzählt eine Geschichte, präsentiert eine Zahl oder stellt einen Menschen in Deutschland vor, der sich für Nachhaltigkeit engagiert. Man nimmt einfach einen Ball und legt ihn auf eines der Lesegeräte, schon erscheint eine kurze Präsentation auf einem Bildschirm.

Der Weg über den CAMPUS GERMANY führt weiter durch das „Energy Lab“, das „Future City Lab“ und das „Biodiversity Lab“. Während alle dieses „Curriculum“ durchlaufen, können sie sich von Fachleuten zu Spezialisten, dann zu Experten und schließlich zu Koryphäen entwickeln. Wer die drei Themenkomplexe meistert, macht einen entscheidenden Schritt für ein nachhaltiges Leben.

Die einzelnen Ausstellungsräume sind so inszeniert, dass sie als Ganzes beeindrucken: Im abgedunkelten „Energy Lab“ pulsieren Energieleitungen mit Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft. Im „Future City Lab“ werden die Besucher Teil einer verschachtelten, sie komplett umgebenden Stadtlandschaft. Im „Biodiversity Lab“ erleben sie unter einem riesigen Mobile die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur. Alle Labore präsentieren sich in großen Bildern, die in Erinnerung bleiben – nicht nur im Kopf, sondern sicher auch auf zahllosen Smartphones und von dort aus in den sozialen Medien.

Am Ende haben alle erfolgreich das Curriculum des CAMPUS GERAMNY durchlaufen. Das muss mit einem angemessenen Abschluss begangen werden: in der „Graduation Hall“, der Show am Ende des Gangs durch den CAMPUS GERMANY, erleben alle, dass sie mehr verbindet als sie trennt. Alle nehmen auf Schaukeln Platz. Angeleitet von einem Host oder einer Hostess gilt es nun, die Schaukeln in einen Takt zu bringen. Die Botschaft lautet: Schon kleinste Bewegungen – minimales Engagement im übertragenen Sinne – können Großes bewegen, wenn man sich zusammentut.