Öffnungszeiten

EXPO

Sa. bis Mi. von 10 Uhr bis 1 Uhr
Do., Fr. und an Feiertagen von 10 Uhr bis 2 Uhr

Deutscher Pavillon

Ausstellung: täglich von 10 Uhr bis 22 Uhr

Restaurant des Deutschen Pavillons

Täglich von 11 Uhr bis 24 Uhr

Die Expo findet vom 20. Oktober 2020 bis 10. April 2021 statt und hat täglich geöffnet.

Auf der Eventfläche des Deutschen Pavillons wird es auch nach dem Schließen der Ausstellung regelmäßig kulturelle Events geben.

Eintrittskarten und -preise

Auf der Webseite des Veranstalters der EXPO 2020 finden Sie detaillierte Informationen zu den Eintrittspreisen. Ein Jahr vor Eröffnung, im Oktober 2019, soll der Verkauf der Tickets starten.

Es gibt vier Kategorien:
– Tageskarte
– 3-Tages-Karte
– Monatskarte
– Dauerkarte

Für den Deutschen Pavillon ist keine weitere Eintrittskarte erforderlich.

Veranstaltungsort und Anfahrt

EXPO-Gelände

Expo Road
Dubai South, Jebel Ali
Dubai
Vereinigte Arabische Emirate

Das EXPO-Gelände befindet sich in Dubai South, in direkter Nachbarschaft zum neu entstehenden Flughafen Al Maktoum International. Es misst 4,38 km² und hat vier Haupteingänge, einer davon angebunden an die Metrostation, die eigens für die Weltausstellung gebaut wird.

Von Dubai Marina aus wird man das EXPO-Gelände mit der neuen Metrolinie in knapp 15 Minuten erreichen. Pro Stunde kann die Metro bis zu 46.000 Menschen befördern.

An allen vier Eingängen sind große Parkflächen geplant. Bis zu 30.000 kostenlose Parkplätze werden den Besucher dort zur Verfügung stehen.

Der Deutsche Pavillon befindet sich im Bereich Sustainability. Mit 4.500 m² ist das Grundstück eine der größten Parzellen. Es liegt sehr exponiert direkt am Hauptweg, der die drei Themenbereiche in einem Kreis verbindet. Seine Lage ermöglicht einen direkten Blick auf den Gastgeberpavillon.

FAQs

Was macht eine Expo aus und wie unterscheidet sie sich von einer Messe?

Bei einer Expo kommen die Länder dieser Welt zusammen, um ihre Ideen, Lösungen und Innovationen zum jeweiligen Expo-Thema vorzustellen. Es gibt keine Aussteller wie bei einer Messe. Ziel sind nicht B2B-Gespräche und Geschäftsabschlüsse. Die Expo richtet sich in erster Linie also nicht an Fachbesucher, sondern zunächst an jedermann: an Familien mit Kindern, Schüler, Studierende, ältere Leute, eben an jeden von uns. Entsprechend sind auch die Auftritte der Länder gestaltet: Viele Pavillons wählen einen Edutainment-Ansatz. Ziel ist es, den Besuchern einen unvergesslichen, abwechslungsreichen und unterhaltsamen Tag auf der Expo zu bieten. Dabei geht es aber auch darum, für globale Probleme zu sensibilisieren. Die Besucher beschäftigen sich während ihres Expo-Aufenthaltes automatisch mit den Fragen, die das jeweilige Expo-Thema aufwirft, und können Ideen für das eigene Leben als Beitrag für eine lebenswerte Zukunft mit nach Hause nehmen.

Wie oft findet eine Weltausstellung statt?

Alle fünf Jahre findet eine sogenannte universelle Weltausstellung statt, die in der Regel sechs Monate dauert. Die letzte universelle Weltausstellung war 2015 in Mailand. Nach Dubai wird 2025 die nächste Weltausstellung in Osaka ihre Pforten öffnen. Bei universellen Weltausstellungen haben die teilnehmenden Länder die Möglichkeit, eigene Pavillons zu errichten. Dazwischen werden alle zwei bis drei Jahre spezialisierte Weltausstellungen ausgerichtet, die ein spezielles Thema beleuchten. Ihre Laufzeit beträgt maximal drei Monate, das Ausstellungsgelände für die internationalen Teilnehmer darf maximal 25 Hektar groß sein. Der Ausrichter stellt den Teilnehmern die Ausstellungsgebäude als Rohbau zur Verfügung. Zuletzt fand 2017 in Astana (Kasachstan) eine spezialisierte Expo zum Thema „Future Energy“ statt. Die nächste ist 2023 in Buenos Aires geplant. Ihr Thema: „Creative Industries in Digital Convergence“.

Wer entscheidet, wo wann welche Expo stattfindet?

Für dieses Thema ist das Bureau International des Expositions (BIE) mit Sitz in Paris zuständig. Es handelt sich dabei um eine Organisation, in der die Staaten dieser Welt Mitglied werden können. Staaten können dort Kandidaturen für die Austragungsorte einer Weltausstellung abgeben. Die Entscheidung darüber fällt die Generalversammlung des BIE.

Sind Expos überhaupt noch zeitgemäß?

Ja, auf jeden Fall! Denn für uns Menschen ist es wichtig, mit eigenen Augen zu sehen, zu riechen, zu schmecken, zu hören und zu fühlen. Nur so können wir uns ein Bild von den jeweiligen Auftritten der Expo-Teilnehmer machen und ein Urteil bilden. Nirgendwo anders kommen über sechs Monate so viele verschiedene Menschen aus der ganzen Welt zusammen, mit denen man auch ins Gespräch kommen kann. Auf einer Expo kann man während seines Aufenthaltes eine Reise um die Welt unternehmen, ohne tausende von Kilometern zu reisen und dabei viel über das Selbstverständnis der jeweiligen Teilnehmer lernen und Anregungen für das eigene Leben mitnehmen. Kein Film, kein Foto, keine Webseite kann diese Erfahrungen ersetzen.

Gleichzeitig geht es auf den Weltausstellungen des 21. Jahrhunderts um die Vermittlung von Inhalten, die sich an dem Motto der Weltausstellung orientieren. Im Falle von Dubai lautet es „Connecting Minds, Creating the Future“, was die Botschaft impliziert, dass wir uns zusammentun müssen, um gemeinsam eine bessere Zukunft zu gestalten. Die Weltausstellung bietet so international bedeutsamen Zukunftsthemen ein Forum wie kein anderes Veranstaltungsformat – und das über sechs Monate.

Lohnt sich ein Besuch der Weltausstellung überhaupt? Warum?

Ja, denn die Auftritte der verschiedenen Länder und Institutionen sind sehr abwechslungsreich, unterhaltsam und mitunter auch spektakulär. In vielen Pavillons können die Besucher Exponate selbst bedienen oder Informationen abrufen. Sie begegnen dabei Menschen aus der ganzen Welt. Außer dem Eintritt auf das Gelände sind die Besuche der Pavillons kostenlos. Hinzu kommt das kulturelle Rahmenprogramm sowohl des Expo-Veranstalters als auch zahlreicher Teilnehmer, das ebenfalls kostenlos ist. Auch das kulinarische Angebot ist vielfältig. Neben dem Aspekt der Unterhaltung gibt es viel zu lernen, Aha-Effekte inklusive. Neben vielen schönen und spannenden Momentaufnahmen können die Besucher unvergessliche Erinnerungen und Begegnungen mit nach Hause nehmen.

Was erwartet mich als Besucherin oder Besucher im Deutschen Pavillon?

Sympathisch, nahbar und zukunftsorientiert – CAMPUS GERMANY stellt die Bedürfnisse der Besucher in den Mittelpunkt, nicht sich selbst. Er vermittelt Wissen, fördert Gespräche, fokussiert auf ansprechend inszenierte Inhalte, dem Edutainment verpflichtet. Er verspricht große Bilder, spannende architektonische Perspektiven und große Emotionen mit der spektakulären Mainshow am Ende des Rundgangs.

Persönliche Ansprache wird im Deutschen Pavillon großgeschrieben: Wenn sich der Besucher einem Exponat nähert, wird er in seiner präferierten Sprache namentlich begrüßt. Möglich macht das IAMU, der digitale Begleiter des Deutschen Pavillons, versteckt in dem Namensschild, das jeder zu Beginn der Tour bei der „Immatrikulation“ erhält. An den einzelnen Exponaten werden auch immer wieder Meinungen und Überzeugungen abgefragt: Bist Du auch der Meinung, dass wir den Klimawandel nur gemeinsam in den Griff bekommen? Oder: Hältst Du Nachhaltigkeit auch für eine der wesentlichen Herausforderungen auf dem Weg in eine bessere Zukunft? In der „Graduation Hall“, der Mainshow am Ende des Gangs über den CAMPUS GERMANY, nehmen die Besucher auf Schaukeln Platz. Die Botschaft, um die es hier geht, lautet: Gemeinsam können wir den Planeten erhalten und entwickeln – ganz im Sinne des EXPO-Mottos „Connecting Minds, Creating the Future“.

Was bietet der Deutsche Pavillon Kindern?

Schon bei der Immatrikulation in der Warteschlange werden Kinder explizit registriert. Nähert sich ein Kind einem Exponat, schaltet es in den Kindermodus mit speziell auf diese Besuchergruppe ausgewähltem Inhalt. Außerdem wird es im gesamten Pavillon speziell für Kinder entwickelte Exponate geben. Die Agentur facts and fiction, die das Ausstellungskonzept verantwortet, arbeitet hierbei mit Armin Maiwald, dem Erfinder der Sachgeschichten in der Sendung mit der Maus, zusammen.

Bekommen die Teilnehmer etwas von den Eintrittsgeldern ab?

Nein, die Eintrittsgelder bleiben beim Veranstalter. Der bietet schließlich den Teilnehmern eine komplexe und teure Infrastruktur, unterstützt bei der Planung und dem Bau und stellt den Teilnehmern ein komplett erschlossenes Expo-Gelände zur Verfügung. Auch die Werbung für die Veranstaltung liegt in der Verantwortung des Veranstalters und kostet viel Geld, ebenso das gesamte Besuchermanagement  – angefangen bei der Anfahrt, über die Kontrollen an den Eingängen bis hin zu den Wegen und Transportmitteln auf dem Gelände selbst. Deshalb ist es absolut angemessen, dass die Eintrittsgelder beim Veranstalter bleiben. Sie decken bei Weitem nicht dessen anfallende Kosten.

Was kostet der deutsche Auftritt auf der EXPO 2020 Dubai? Wie hoch ist das Budget für das Projekt?

Für den Auftritt in Deutschland sind insgesamt 50 Millionen Euro im Bundeshaushalt eingestellt. Das umfasst das gesamte Projekt: Die Planung und Koordinierung des Auftritts, das Ausstellungsdesign, die Architektur, den Bau, die Medientechnik, den Betrieb inklusive Personalkosten und auch den Rückbau.

Wie wird der Deutsche Pavillon finanziert?

Es gibt im Bundeshaushalt, der vom Deutschen Bundestag verabschiedet wird und aus Steuergeldern besteht, einen EXPO-Titel, also ein fest eingestelltes Budget, das den kompletten deutschen Auftritt in Dubai abdeckt. Nachträge sind nicht vorgesehen und es gab sie in der Vergangenheit tatsächlich nie.

Gibt es Sponsoren?

Der Pavillon arbeitet nicht mit Sponsorengeldern – aus gutem Grund: Wer privatwirtschaftliches Geld in ein Projekt oder Event investiert, möchte auch bei der Konzeption mitreden. Will man aber einen attraktiven Pavillon aus einem Guss, der einem roten Faden folgt und eine Dramaturgie entwickelt, können Interessen von Sponsoren eher kontraproduktiv sein.

Sind meine Steuergelder gut angelegt oder gar verschwendet?

Deutsche Pavillons waren in der Vergangenheit immer sehr erfolgreich und beliebt. Sie hinterließen einen bleibenden Eindruck bei Besuchern und in den Medien und sorgten sicherlich für ein gutes Image. Da bei einer Weltausstellung allerdings nicht dokumentiert wird, zu welchen Geschäftsabschlüssen sie z.B. geführt haben, kann es auch keine Zahlen im Sinne eines messbaren „Return of Invest“ geben.

Mit den investierten Steuergeldern wird in jedem Fall verantwortungsvoll umgegangen, alle Dienstleistungen werden entsprechend transparent ausgeschrieben, Aufträge nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip vergeben. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium legt größten Wert darauf, dass der Pavillon eine Attraktion auf der Expo wird und das Budget eingehalten wird.

Deutschland hat sich entschieden, seinen Pavillon im Bereich „Sustainability“ (Nachhaltigkeit) auf dem EXPO-Gelände anzusiedeln. Wie viel Nachhaltigkeit steckt in der Ausstellung des Deutschen Pavillons?

Die Ausstellung ist ein gebautes Plädoyer für Nachhaltigkeit. Sie tritt mit überzeugenden Informationen und starken Emotionen für eine nachhaltigere Zukunft ein. Sie zeigt Lösungen „Made in Germany“, die helfen können, diese bessere Zukunft Realität werden zu lassen.

Wie wird beim Bau mit dem Thema Nachhaltigkeit umgegangen?

Was den Bau angeht, so manifestiert sich das Thema Nachhaltigkeit auf unterschiedlichen Ebenen:
1. bei der Energie, die zur Herstellung verwendet werden muss, 2. im Betrieb für die Klimatisierung der Gebäudeteile, 3. bei der Nachnutzung von Gebäudeteilen.

Tatsächlich steht der Deutsche Pavillon in der Tradition des Leichtbaus: Mit wenig Bauteilen bzw. -materialien und geringer Gebäudemasse wird ein großer nutzbarer Raum geschaffen, was sich positiv auf die aufzuwendende Energie in der Herstellung der Materialien und im Bau auswirkt. Es wird zum Beispiel weitgehend auf Beton oder Glas bei der Fassade verzichtet, da beide Materialien zum einen sehr schwer sind, zum anderen nur bedingt wiedereingesetzt werden können.

Was die Klimatisierung angeht, so verschatten sich durch die bewusste und gut überlegte Positionierung der Gebäudeteile bestimmte Besucherbereiche selbst, was die Wärmelasten reduziert, wodurch also weniger gekühlt werden muss. Ein intelligentes Klimakonzept schafft dabei Zonen unterschiedlicher Klimatisierung – der Besucher wird nach und nach herunter gekühlt, indem er diese Zonen durchläuft. Auch das spart Energie. Daneben ist eine Nutzung des Daches zur Gewinnung von Energie mittels Photovoltaik angedacht.

Stahl kann sehr gut wiederverwendet werden. Die Architekten von LAVA hatten bei der Planung diesen Aspekt bereits im Blick: Ihr innovativer Ansatz ist es, Bauteile des Gebäudes quasi als Momentaufnahme im Leben der Materialien zu sehen, wodurch der Pavillon sozusagen zum Materiallager wird. Zum Beispiel besteht das Dach des Deutschen Pavillons mit dem auf den ersten Blick sehr komplex erscheinenden Stabwerk aus einer Vielzahl von Einzelstrukturen, die intelligent zusammengefügt werden. Es dient sechs Monate als Tragstruktur und kann anschließend andernorts weitergenutzt werden. Spezialisten für den Umgang mit Daten in der Architektur haben hierfür das Konzept „Mine the Scrap“ entwickelt, das die optimale neue Zusammenfügung der vorhandenen Elemente digital berechnet.

Warum wird der Deutsche Pavillon nur temporär errichtet?

Die Expo-Regularien sehen vor, dass das Grundstück spätestens sechs Monate nach dem Ende der Weltausstellung, d.h. bis zum 10. Oktober 2021, an den Veranstalter zurückgegeben werden muss – und zwar so, wie wir es erhalten haben. Das heißt, dass alles, was darauf errichtet wurde, von uns als Teilnehmer wieder zurückgebaut werden muss.

Der Pavillon ist daher als temporäres Gebäude für die sechsmonatige Laufzeit der Expo mit hohem Besucheraufkommen konzipiert. Er wird in Leichtbauweise errichtet und erfüllt die Bedürfnisse eines Expo-Betriebes mit sehr speziellen Räumen und Bereichen, wie z.B. Ausstellung, Restaurant, Bürotrakt und VIP-Lounge. Für eine Nachnutzung welcher Art auch immer müsste er sehr aufwendig umgebaut und aufgerüstet werden. Auch Organisation und Finanzierung des Betriebs müssten gewährleistet sein. Die Erfahrung zeigt, dass Expo-Pavillons erfolgreich auf diesen Mega-Events betrieben werden können. Es macht auch den Charme einer Expo aus, dass sie eben eine begrenzte Zeit läuft. Nach zwei bis drei Jahren gibt es bereits die nächste Expo an einem anderen Ort zu einem anderen Thema mit einem neuen Deutschen Pavillon.